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Martin Klein

Struwwelpippi von 2004

Steckbrief

www.martin-klein.net


Ich bin am 12. 4. 1962 in Lübeck. geboren. Schon ein Jahr später sind meine Eltern mit ihren Kindern, nämlich meiner Zwillingsschwester, meinem damals zweieinhalbjährigen Bruder und mir nach Dortmund umgezogen. Dort kam noch meine jüngere Schwester dazu.
Am Dortmunder Stadtrand habe ich meine Kindheit verbracht. Ich lernte Fußball spielen und um bestimmte Straßenzüge einen Bogen machen. Meine ersten beiden Bücher, Lene und die Pappelplatztiger (1990 erstmals erschienen), und Lene gegen die Kornfeldkobras (1991), erzählen davon. Unter anderem.
Später sind wir nach St. Tönis gezogen. Das ist eine Kleinstadt am Niederrhein - dort, wo das Land so flach


ist wie ein Blatt Papier und der Rhein so breit, dass die größten Lastkähne Schlangenlinien fahren können.

Die Grundschule lag einige Zeit hinter mir, und ich hatte nicht nur oft einen Ball am Fuß, sondern noch häufiger einen in der Hand - um damit drei- bis viermal in der Woche Hallenhandball zu spielen. Ziemlich oft also, aber ich wollte das damals so. Ich wollte so gut wie nur möglich werden. Tatsächlich habe ich es bis zu einem sehr guten Spieler gebracht. Allerdings nicht absolute Spitzenklasse. Damals hat es mich manchmal geärgert, dass ich als Sportler nicht noch besser war.

Ich fuhr jeden Morgen mit dem Fahrrad nach Krefeld zum Gymnasium Horkesgath. Hin war meistens Gegenwind. Zurück ging´s leichter, aber umgekehrt wär mir´s lieber gewesen. Je näher das Abitur kam, desto öfter war ich nämlich mächtig spät dran. Es hat trotzdem ganz gut gereicht. Zu dieser Zeit habe ich schon viele Geschichten geschrieben.
Ich wollte auf keinen Fall Soldat werden. Deshalb musste ich eine sogenannte Gewissensprüfung machen. Ein paar strenge Herren sollten testen, ob mich etwas ernsthaft daran hinderte, stramm zu stehen.
Statt zur Bundeswehr bin ich dann als Zivildienstleistender an eine Behindertenschule gegangen. Diese Zeit war eine der schönsten meines Lebens. Ich habe mit „meinen“ Kindern in dieser Zeit viel gespielt, gelernt und geredet und oft vorgelesen. Manchmal auch meine eigenen Sachen.
Mit ein paar anderen Zivis habe ich eine Wohngemeinschaft gegründet. Ich bin heute noch mit ihnen befreundet.
Im Wintersemester 1983 fing ich in Düsseldorf an, Sport zu studieren. Aber ich habe bald wieder aufgehört. Erstens rannte ich sowieso abends dauernd schon durch die Sporthallen, und zweitens hatte ich gerade eine schwierige und langwierige Verletzung überstanden. Es schien fraglich, ob Sport als Beruf für mich noch das Richtige wäre. Außerdem hätte ich noch ein zweites Fach gebraucht, und das wollte ich nicht.
Vor allem aber hatte ich das Gefühl, ich sollte noch etwas anderes tun können als schreiben, werfen und an der Uni sein.
So bin ich zur Landschaftsgärtnerei gekommen. Erst als Lehrling, dann als Geselle, und ab Herbst 1986 als Student an der TU Berlin. Ab 1990 war ich studentischer Mitarbeiter am Institut für Ökologie, veröffentlichte mein erstes Kinderbuch und begann für Planungsbüros zu arbeiten. 1993 hatte ich dann schon 4 Bücher geschrieben und bekam obendrauf ein schickes Diplom:
Dipl.-Ing. für Garten- und Landschaftsplanung.
Seitdem bin ich freier Autor, Gärtner und Planer. Die Auseinandersetzung mit der Natur spiegelt sich bisweilen in meinen Geschichten wider, vor allem in den Romanen Wie ein Baum, Das Nest am Fenster und Die Stadt der Tiere.
Was ist sonst noch wichtig zu erwähnen, wenn´s um mich geht? Meine Lebensgefährtin Sibylle und unser kleiner Sohn Finn natürlich! Gott, Allah, Krishna, Manitou und wer da sonst noch zuständig sein könnte, sollen bitte gut auf sie Acht geben.

 

Auszeichnungen
Ich habe für meine Arbeit einige Male Anerkennung in Form von Preisen und Stipendien bekommen, zuletzt die Luxemburger Autorenresidenz Struwwelpippi kommt zur Springprozession.
Darauf und auf den Kiebitz bin ich besonders stolz. Dabei handelt es sich um den Umweltmedienpreis der Stadt Waiblingen, der mir bei seiner Gründung im Jahr 2000 zuerkannt wurde.
Im selben Jahr erhielt ich auch den Eberhard, den Literaturpreis des Landkreises Barnim im Land Brandenburg.
Die Stadt Berlin und die Akademie der Künste vergaben das Alfred-Döblin-Stipendium an mich. Auf ähnliche Weise unterstützten das Land Schleswig-Holstein mit dem Literaturstipendium Kloster Cismar und die Stiftung Preussische Seehandlung im Rahmen ihres Engagements für die Kinder- und Jugendliteratur meine Arbeit.
Begonnen hat alles 1985. Die Stadt Nettetal hatte einen kleinen Literaturwettbewerb ausgeschrieben, und ich bekam den 1. Preis in der Sparte Prosa und 300 DM. Das bedeutete damals einen riesigen Motivationsschub für mich.
Allen Auslobern und Unterstützern sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich herzlich gedankt, besondern aber Günter Grass, ohne den es das Alfred-Döblin-Stipendium nicht gäbe, und allen Struwwelpippi-Beteiligten.
Manche Auszeichnungen sind nicht in Titeln oder Preisgeldern messbar. Dazu zählt, dass mittlereweile ein paar Texte von mir in Grundschullesebüchern zu finden sind und dass einige meiner Geschichten in bislang vier Sprachen übersetzt wurden.

Vor allem aber gehören die Briefe und Bilder dazu, die ich immer wieder von Lesern bekomme.

Weitere Informationen zur Autorin und ihren Büchern finden Sie auf seiner eigenen Homepage,

www.martin-klein.net/

sowie bei

http://www.creativware.com/Martin/MainPage/index.php